Crowdinvesting

Was ist Crowdinvesting?

Der Begriff setzt sich aus Crowd (Menge, Ansammlung) und Investing (investieren) zusammen. Demnach investiert eine Menge (Mikroinvestoren, Investoren, Anleger), typischerweise mit kleineren Beträgen in junge Unternehmen (Startups).

Crowdinvesting benennt eine Art der Mittelaufnahme für Unternehmen oder Immobilien. Hierbei können Beteiligungen an Unternehmen erworben werden. Diese Beteiligungen verbriefen einen Anspruch auf einen Anteil am Unternehmensgewinn sowie häufig auch am Verkaufserlös und können verkauft werden. Beim Crowdinvesting soll, ähnlich wie beim Crowdfunding, das Risiko auf zahlreiche Investoren zu kleinen Beträgen verteilt werden.

Typischer Ablauf einer Crowdfunding Kampagne

Anfangs wird eine Mindestkapitalmenge und ein Zeitraum definiert, die durch die Masse der Kleinanleger finanziert werden muss, bevor die Aktion startet. Jeder Kleinanleger hat somit nur einen geringen finanziellen Anteil an der Gesamtkampagne.

Wurde die Crowdfunding Kampagne erfolgreich beendet, erhältst vom Unternehmen eine Gegenleistung für dein Investment, das können Rechte, Geld oder Sachleistungen sein. Darüber hinaus kann die Gegenleistung auch einen ideellen Welt besitzen, z.B. humanitäre Projekte.

Die Kommunikation zwischen Kleinanleger und Unternehmen wird über eine Plattform im Internet realisiert. Über soziale Medien wird ein großer Teil der Geldgeber erreicht und entscheidet meist über Erfolg und Misserfolg einer Crowdfunding Kampagne.

Was ist der Unterschied zu Crowdfunding?

Crowdfunding gilt eher als Variante für die Finanzierung von Nischen-Projekten.

Beteiligungsformen

Der Investor kann sich je nach Form wie folgt beteiligen:

  • stille Beteiligung
  • Genussrechte
  • partiarische Darlehen

Bei der stillen Beteiligung ist der stille Gesellschafter am Gewinn und je nach Vereinbarung am Verlust des Unternehmens beteiligt, nicht jedoch am Vermögen der Gesellschaft. 

Genussrechte gehören bei emittierenden Unternehmen zum Mezzanine-Kapital und sind Finanzinstrumente, die als schuldrechtlich begründete Finanzierungsmittel mit mitglied­schaftstypischen Vermögensrechten ausgestattet sind. Als Anlageform sind sie entsprechend eine Mischform aus Aktie und Anleihe.

Das partiarische Darlehen wird nicht mit einem festen Zins vereinbart, sondern mit einer Beteiligung am Umsatz oder Gewinn des Darlehensnehmers.

in den meisten Fällen über stille BeteiligungenGenussrechte oder partiarische Darlehen. Der Anreiz für den Mikroinvestor liegt darin, auf hohe Rendite zu hoffen. Das Risiko ist beim Crowdinvesting allerdings ebenfalls hoch. Wie bei jeder Kapitalbeteiligung kann der Mikroinvestor seinen Einsatz verlieren, wenn das Unternehmen nicht erfolgreich ist.

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